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Shiatsu ist
Begegnung
Der grundsätzliche Geist von Shiatsu ist geprägt vom offenen und
aufrichtigen Kontakt und der ehrlichen Kommunikation zwischen
den beiden Menschen, die sich in einer Shiatsu-Sitzung begegnen,
zwischen dem Gebenden und dem Empfangenden. Und diese Begegnung
kann sich deshalb auch nur in dem Masse zwischen den beiden
Partnern entwickeln, wie sie dazu bereit sind, sich auf diesen
Kontakt einzulassen.
Je natürlicher die Begegnung zwischen den beiden Partnern ist,
desto mehr übertragen sich Ruhe, Gelassenheit und Zentrierung
des Gebenden auf den Empfangenden. Dieser kann sich damit
sicherer fühlen und freier, leichter der Behandlung anvertrauen
und loslassen. Der "Raum" wird grösser für das eigene Sein, für
die eigene Entfaltung und für die Wahrnehmung von uns selbst und
unserer Verbindung mit unserem Lebensraum.
Betrachtet man Shiatsu in diesem
Sinne als Kommunikation zwischen zwei Partnern, so nimmt der
Gebende in einem entspannten Zustand der Wachheit alle
Äusserungen seines Partners wahr, gleich ob sie physischer,
energetischer oder emotionaler Art sind, und antwortet in der
Behandlung auf diese sowohl bewusst als auch intuitiv. Die
Richtung und die Qualität der Sitzung werden damit vom
Empfangenden mitbestimmt oder sogar in erster Linie von ihm
geprägt. Hier wird der Empfangende zum Führer. Der Gebende lässt
sich gleichsam führen und bleibt, vergleichbar einem guten
Kellner, im Hintergrund, wenn er nicht gebraucht wird, begleitet
seinen Partner auf dessen "Reise" und ist zur Stelle, wenn
dieser Hilfe und Unterstützung braucht.
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